Der Slider

Die meisten Karrieren hinter der Kamera beginnen ganz klein mit aus der Hand geschossenen und verwackelten Aufnahmen. Sofern die erste Kamera nicht über einen genialen Bildstabilisator verfügt, werden diese Aufnahmen erst mit dem ersten Stativ für den Zuschauer erträglich. Wer sich ein Fotostativ angeschafft hat, wird schnell auf ein Videostativ mit Fluidkopf umsteigen wollen, um dynamische Aufnahmen zu erschaffen. Aber auch das kann auf Dauer langweilig werden. Um genau diese Dynamik mit wackelfreien Aufnahmen zurückzubekommen, gibt es den Slider.

 

 

Jeder wird die Making-Of Aufnahmen von grossen Hollywood Produktionen im Kopf haben, bei denen der Kameramann auf einer Schiene (Dolly) durch das Set geschoben wird. Der Slider ist ebenfalls eine Schiene, jedoch viel kleiner und auch ohne fremde Hilfe einsetzbar. Meistens bewegt sich die Länge zwischen einem halben und einem Meter. Er kann auf jeder beliebigen Achse eingesetzt werden. Sehr oft wird er benutzt um in einer Aufnahme den „Raum zu öffnen“. Dabei fährt man an einer Wand oder einem Objekt vorbei um Einblick auf eine weiter entfernte Aktion zu ermöglichen.

Damit es eben nicht zu statisch wirkt, sollte man einen Fluidvideokopf auf den Slider schrauben. Je nach Slider und Kopf dürfen nicht allzu schwere Kameras darauf platziert werden. Die Slider richten sich vor allem an Nutzer mit kleineren Kameras. Eine Blackmagic oder RED darf sich aber auch einmal darauf begeben. Mit einer Hand kann nun sanft die Platte auf der Schiene nachgezogen, mit der anderen wird der Griff des ‚Heads‘ justiert. Dies erfordert ein wenig Übung, ist aber auch schnell von einem Anfänger in diesem Gebiet beherrscht.

Mit dem Slider von Varavon werden Füsse für den optimalen Einsatz mitgeliefert. Diese sind einzeln einstellbar, was man in der Praxis jedoch selten braucht. Der Slider kann damit auf dem Boden oder sonstigen Oberflächen rutschfrei benutzt werden. Wer frei in einer gewissen Höhe operieren möchte, kann ein oder besser zwei Stative unter der mobilen Schiene anschrauben. Ob Foto- oder Videostativ spielt keine Rolle. Zu beachten ist, dass die Nutzung mit nur einem Stativ je nach Gewicht der Kamera nicht möglich ist.

Seit Jahren beliebt ist die Zusammenkunft von ambitionierten Fotofanatikern und Filmern bei Timelapse Aufnahmen. Hier bietet das Syrp Genie die Vervollständigung zum Slider. Mit einem übersichtlichen Menü kann Dauer und Weg eingestellt werden. Für die seitliche Bewegung wird ein kleines Band am Slider montiert. Nun wird die Kamera mit dem Syrp verbunden und es kann losgehen. Beispiel: Wir geben an, dass wir ein 30 Sekunden Video mit 25 Frames pro Sekunde möchten. Das Genie von Syrp wird also über eine festgelegte Distanz, von sagen wir 80cm, 750 Bilder schiessen. Beim Start wird eine Vorschau dargestellt und danach fungiert es automatisch. Der Kopf kann auch auf einem Stativ mit einer seitlichen Achsenbewegung angewendet werden.